Grafik: 30 Jahre Nikolaus-Vierer der Mainzer RG

Ein Rentier im Ruderboot

Wettbewerb im Nikolaus-Vierer

Vier Ruderer beim Nikolaus-Vierer der MRG als Weihnachtswichtel verkleidet.

Schon mal einen Nikolaus im Ruderboot gesehen? In voller Montur? Mit ordentlich Tempo, obwohl die Rentiere nicht an Bord sind? Willkommen beim Nikolaus-Vierer auf der Wachsbleiche, dem Ruderspektakel im Mainzer Winterkalender, zu dem Rudervereine aus ganz Deutschland anreisen.

Der Nikolaus-Vierer ist der traditionelle Langstreckenwettbewerb der MRG. Peter Hoffmann, unser Ehrenvorsitzender, hat ihn Mitte der 1980er erfunden. Der Wettbewerb ist wie unser Verein: Der Nikolaus-Vierer versammelt Menschen aus ganz Deutschland, die leidenschaftlich rudern, den Wettstreit mögen und die hinterher gemeinsam die Kuchentheke plündern.

Der Reihe nach.

Die Muskelkraft ist nicht allein entscheidend bei diesem Wettbewerb. Es gibt auch Auszeichnungen für das schönste Boot. Oder das schrägste Kostüm.

Wie der Name andeutet, findet der Nikolaus-Vierer zu Nikolaus statt – das ist Anfang Dezember, da ist es sogar auf der Wachsbleiche schon winterlich kühl. Entsprechend vielschichtig sind die Klamotten, in denen die Wettkämpfer ihre Boote besteigen: Da sammeln sich Nikoläuse, die im mit Tannenbaum geschmückten Ruderboot antreten gegen eine Rotte Rentiere, deren Bug ein Geweih ziert. Nebenan legen sich vier Weihnachtsengel in die Riemen, Elfen treten gegen Knecht Ruprecht und seine drei Ruten an. Kurz: Wer hier in sportlichem Rennruder-Outfit antritt, gilt als Spielverderber – wenigstens eine rote Mütze sollte drin, bzw. drauf sein bei diesem Spaß-Rennen, das über 4.000 Meter geht.

Gerudert wird in unterschiedlichen Altersklassen, von Kindern bis Masters I oder J. Die Rennen werden in Gig-Vierern ausgetragen, nicht in Rennbooten. Hier muss niemand Erster werden, um Spaß zu haben – ein verrücktes Kostüm, dazu eine Wertung unter ferner liefen reichen völlig. Und Kuchen.

Die Kuchentheke, die die Mainzer Ruder-Gesellschaft zum Nikolaus-Vierer auffährt, ist – das darf man ruhig mal in aller Unbescheidenheit sagen – legendär. Es soll Vereine geben, die vor allem wegen dieser Theke kommen – und an den Rennen selbst nur teilnehmen, um ordentlich Hunger für die Theke danach zu entwickeln. Alles hier ist von Hand gemacht.

Der Nikolaus-Vierer 2017

Die Renn-Ergebnisse