Triathlon: Minna schieben, schreien, Ergofahren

Der Ergocup in Ludwigshafen

Am 8. Februar fand der 18. Ergocup Rhein Neckar in Ludwigshafen statt. Hier war die MRG mit sechs Startern vertreten.

Morgens gegen Viertel vor 8 Uhr machten sich die ersten Starter der MRG mit Katja auf den Weg nach Ludwigshafen. Zumindest wollten sie dies, doch dann kam die Überraschung: Minna ließ sich nicht starten. Also wurde schnell mit Hilfe von Jakobs Vater der Bus bis Höhe des Wepa-Parkplatzes angeschoben und dann konnte die Fahrt beginnen.

In Ludwigshafen angekommen, konnte sich Emil direkt auf sein Rennen vorbereiten. Er startete, wie bereits in Gießen, erneut auf der 1.500 Meter langen, virtuellen Strecke. Das Meldeergebnis hatte es in dieser Altersklasse mit 50 Meldungen in sich, was es für Emil als Sportler des jüngeren Jahrgangs nicht unbedingt einfacher machte. Das Ziel war nach wie vor eine Zeit unter der Fünf-Minuten-Marke. Aufgrund der vielen Sportler starteten die Sportler in mehreren Abteilungen, welche gemeinsam auf Grundlage der gefahrenen Zeit gewertet wurden.

Emil startete das Rennen mit langen kraftvollen Schlägen, allerdings war die Frequenz nicht so hoch wie üblich. Am Ende
blieb die Uhr für Emil bei genau 5:00,6 Minuten stehen. Damit ist Emil in seinem Lauf Dritter geworden, im Gesamtergebnis rangierte er auf Rang 9. Damit ist er der schnellste Sportler des Landesruderverbandes Südwest, welcher aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland besteht, und das als Sportler des jüngeren Jahrgangs. Dies wird im weiteren Saisonverlauf für die Bildung von Renngemeinschaften von Bedeutung sein.

Als nächstes war Johannes an der Reihe. Er startet in der selben Altersklasse wie Emil, allerdings bei den Leichtgewichten. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Gewichtsgrenzen bei Ergowettkämpfen angehoben werden, damit die Leichtgewichte mit ihrem Wintergewicht fahren können. In Johannes Fall lag diese Grenze bei 67,5 kg. Johannes ging also morgens mit Rucksack und kompletter Straßenkleidung zur Waage und hatte trotzdem noch mehr als 10 kg Luft bis zur
Grenze.

Auf dem Ergometer ist Masse Macht, somit hatte Johannes hier Nachteile, welche im Lauf der Saison auf dem Wasser leichter zu kompensieren sind. Johannes ging also nach dem Einfahren ebenfalls auf die 1.500 Meter lange Strecke. Er fuhr konstant eine sehr hohe Schlagzahl um die 36 Schläge pro Minute, welche er im Endspurt bis auf eine 42er Frequenz steigern konnte. Johannes kämpfte während des Rennen, am Ende landete er mit einer Zeit von 5:36,5 Minuten auf dem sechsten Platz in seiner Abteilung, welche für den 11. Gesamtplatz ausreichte. Mit diesem Ergebnis war Johannes nicht zufrieden. Im Training zeigt er sich aktuell sehr ehrgeizig, dort hat er bereits vor zwei Wochen eine Ergo-Zeit von 5:30 Minuten fahren können.

Für Katja war es bereits der 7. Start in Folge beim Ergocup in Ludwigshafen. Es wurde wieder ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg in einer Zeit von 7:06,3 Minute auf die virtuelle 2.000-Meter-Strecke in der Frauen-Hauptklasse bei acht Teilnehmern.
Am Nachmittag stießen dann auch die beiden Sprinter Elias und Len zum Team der MRG, denn es standen noch Staffel- und Sprint-Rennen an.

Hier stand zunächst ein Juniorenvierer auf dem Programm, dabei wird zu viert eine Strecke von 2.000 Meter bewältigt, wobei alle 500 Meter ein fliegender Wechsel auf dem Ergometer stattfindet. In diesem Rennen starten für die MRG Emil Neumeyer, Jakob Gürsesli, Elias Dickenschied und Len Grubert mit ihrem Steuermann Johannes Haag. Die Wechsel funktionierten gut und die Strecke wurde in 6:10,9 Minuten bewältigt, das reichte in ihrer Abteilung für den zweiten Platz, und auch im Vergleich zur zweiten Abteilung sah es zunächst nach einem zweiten Gesamtplatz aus. Allerdings gab es einen Handicap-Ausgleich für weibliche Starterinnen für die anderen Vereine, pro weiblicher Starterin werden 15 Sekunden gut geschrieben. Nach dem Abzug dieser Handicap-Zeiten, kamen unsere Jungs auf den vierten Platz.

Zum Abschluss des Tages stand der Leichtgewichts-Junioren-Sprint-Einer an. Hier startete Len und konnte sich auf der 350 Meter langen virtuellen Strecke in 1:01,8 Minuten den Sieg sichern.

Nach der Siegerehrung gegen 17 Uhr sollte der Weg zurück nach Mainz angetreten werden, zunächst brauchte Minna allerdings wieder etwas Starthilfe, aber die jungen Athleten hatten ja bereits Erfahrung im Anschieben von Autos, sodass auch diese Hürde auf dem vorderen Platz gemeistert wurde.

Text: Katja Beerscht / Fotos: Familien Beerscht und Grubert